Agenten, die ihren Platz verdienen: Die neue Familie der Workflow-Agenten von Lucanet

Veröffentlicht 08. Juli 2026  | 6 Min. Lesezeit
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    Elias Apel

    CEO, Lucanet

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    Kevin Smith

    CTO, Lucanet

Anfang dieser Woche haben wir die Familie der Lucanet-Agenten eingeführt – eine Reihe von Workflow-Agenten, die auf dem Intelligence Core basieren und entweder bereits verfügbar sind oder in den kommenden Monaten in die Plattform integriert werden: Modeler Agent, Analyst Agent, Close Agent, Tagger Agent, Emission Agent und Report Agent.

Bisher haben wir in dieser Serie auf einer abstrakten Ebene für unsere KI-Lösungen argumentiert: dass Intelligenz in Finance und Tax vertrauenswürdig, nachvollziehbar und belastbar sein muss; dass der Intelligence Core die Vertrauensarchitektur ist, die dies ermöglicht; und dass Agenten sich Vertrauen mit der Zeit erarbeiten, so wie es eine neue Kollegin, ein neuer Kollege tut.

In diesem Artikel machen wir das Abstrakte konkret.

Für die meisten unserer Kunden sind Agenten und Agentic Workflows echtes Neuland. Bevor wir also die ersten Mitglieder der Familie vorstellen, klären wir am besten kurz, was ein Workflow-Agent bei Lucanet eigentlich ist, warum man ihm vertrauen kann und wie unsere Workflow-Agenten unsere Kunden noch handlungsfähiger machen.

 

Was ist eigentlich ein Agent?

Am besten stellt man sich einen Workflow-Agenten so vor, wie unser CTO Kevin es beschrieben hat: Eine neue Fachkraft mit außergewöhnlich scharfem Verstand und umfangreichem Wissen – aber eben an ihrem ersten Arbeitstag. Sie weiß nichts über Ihre Konsolidierungsstruktur, Ihren Kontenplan oder Ihre Fristen. Nur intelligent zu sein reicht eben noch nicht.

Genau diese Lücke schließt ein Workflow-Agent: Er ist dieser scharfe Verstand – nur eben schon vertraut mit Ihrem Kontext und fähig, strukturiert zu handeln. Anders als bei einem einzelnen Frage-Antwort-Dialog arbeitet er in Schritten: Er versteht Ihre Anfrage, macht einen Plan, holt die richtigen Daten, greift auf sein Wissen über Ihre Strukturen und Ziele zurück, nutzt die passenden Tools – und erledigt so die Aufgabe.

Unsere fortschrittlichsten Workflow-Agenten führen zehn bis dreißig Schritte oder mehr aus.

Genau dieses schrittweise Vorgehen ist der Grund, warum der Intelligence Core so wichtig ist. Wie wir bei der Beschreibung unserer Vertrauensarchitektur erläutert haben: Wenn jeder Schritt in einer langen Kette nur zu 90 % genau wäre, würde die Genauigkeit nach zehn Schritten auf rund ein Drittel absinken – in unserem Bereich inakzeptabel.

Der Intelligence Core verhindert genau das. Evaluierungen steigern systematisch die Qualität. Beobachtbarkeit macht sichtbar, wie der Agent denkt – aus der Blackbox wird eine Glasbox. Deterministische Tools übernehmen jede Berechnung – so beruht keine Zahl je auf der Vermutung eines Sprachmodells. Leitplanken fangen Missbrauch ab. Und ein Human-in-the-Loop-Design sorgt dafür, dass Sie jederzeit die Kontrolle behalten.

Und wie gesagt: Vertrauen entsteht nicht am ersten Tag. Jeder Workflow-Agent verdient es sich wie eine neu eingestellte Person – durch wiederholte Zusammenarbeit, sichtbare Fortschritte und Zuverlässigkeit. Gleichzeitig steigert das Qualitäts-Flywheel seine Leistung Release um Release. Diese Eigenschaften hat jeder Agent der Familie, denn alle basieren auf demselben Core.

Lassen Sie uns also einige der neuesten Mitglieder unserer Agentenfamilie vorstellen.

 

Modeler Agent

Der schwierigste Moment in jedem Planungstool ist der Anfang.

Der Modeler Agent, der auf dem Intelligence Core basiert und sein volles Potenzial innerhalb von xP&A entfaltet, verwandelt eine einfache Beschreibung in ein vollständiges, bearbeitbares Finanzmodell. Sie beschreiben, was Sie möchten – ein dreijähriges SaaS-Ertragsmodell mit monatlicher Granularität, ARR-Snowball und Annahmen zur Abwanderung – und der Agent schlägt einen Plan vor, erstellt das Modell und gibt es Ihnen vollständig bearbeitbar zurück.

Er funktioniert so, wie es der Intelligence Core vorgibt.Er erkennt aus Ihrem Prompt, was Sie wollen, und schlägt einen strukturierten Plan vor. Den können Sie prüfen und anpassen, bevor überhaupt etwas gebaut wird. Dann erstellt er das Modell – Schritt für Schritt sichtbar – und übergibt Ihnen ein ganz normales xP&A-Modell, in dem sich jede Zelle, jede Dimension und jede Formel bearbeiten lässt.Das Modell entsteht durch Intelligenz, aber es rechnet nach festen Regeln.Neuen Anwendern nimmt er den schwersten Teil des Einstiegs. Erfahrenen Modellierern erspart er die immer gleiche Vorarbeit zu Projektbeginn.

 

Analyst Agent

Der Analyst Agent macht aus dem monatlichen Reporting-Stress eine strategische Aufgabe.Er basiert auf dem Intelligence Core und führt Finanzdaten, operative Modelle und externe Quellen über die gesamte Plattform hinweg zusammen. So hilft er Finanzteams dabei, den Großteil der Abweichungen in der Performance auf eindeutige Ursachen zurückzuführen – komplexe Analysearbeit, die früher Tage dauerte und jetzt nur noch ein paar einfache Prompts braucht.

Er folgt demselben transparenten Muster. Er plant gemeinsam mit Ihnen und schlägt vor, welche Kennzahlen im Vergleich zu Budget, Prognose und/oder Vorjahr untersucht werden sollten. Er prüft Hypothesen und präsentiert Ihnen mögliche Treiber, die Sie bestätigen oder in eine andere Richtung lenken können. Anschließend liefert er Insights: Er analysiert die von Ihnen freigegebenen Pfade im Detail, erstellt Visualisierungen und Dashboards und entwirft Narrative, die Sie für Ihre Zielgruppe verfeinern können.

Jede Schlussfolgerung ist mit ihren Quelldaten und Berechnungen verknüpft – so können Sie den Gedankengang selbst nachvollziehen, statt ihm blind zu vertrauen. Er verstärkt das Können des Teams – was er nicht macht, ist das Urteilsvermögen zu ersetzen, das nur ein Finanzprofi mitbringt.

 

Close Agent

Der Close Agent übernimmt die datenintensiven frühen Phasen des Monatsabschlusses: das immer gleiche Einrichten der Importe, die Validierungsprüfungen, das Nachhaken bei Korrekturen – Aufgaben, die die ersten Tage jedes Zyklus verschlingen.

Der Close Agent ist tief in der Plattform und im Intelligence Core verwurzelt. Von Anfang an erstellt er automatisch Datenimporte, prüft Finanzdaten anhand von Regeln, die Sie in einfacher Sprache festlegen, und steuert die Korrekturabläufe mit den Beteiligten.

Er ist von Grund auf umsichtig: Wenn er unsicher ist, fragt er nach, statt zu raten, und er führt einen vollständigen Audit-Trail, der jede Aktion in einfacher Sprache erklärt und mit den zugrunde liegenden Daten verknüpft. Außerdem spiegelt er ein Prinzip wider, das uns noch öfter begegnen wird: abgestufte Autonomie. Sie entscheiden, wie viel Kontrolle Sie behalten möchten: von "beaufsichtigt", wo Sie alles genehmigen, über "ausgewogen" bis hin zu "vollständig autonom" für Routineaufgaben, sobald das Vertrauen da ist. Sie können diese Einstellung jederzeit ändern. Die Kontrolle bleibt immer bei Ihnen. Erste Pilotprojekte berichten von bis zu 40 % Zeitersparnis beim Abschluss auf unserer Plattform – ohne Abstriche beim Audit-Trail.

 

Kein neues Tool, das man lernen muss – einfach ein neuer Kollege im Team

Wenn eine Technologie so viel Aufmerksamkeit bekommt, ist man versucht, Agenten wie ein eigenes Produkt wirken zu lassen – eine neue Anlaufstelle, etwas Neues, das man erst lernen muss, ein Bruch mit der gewohnten Arbeitsweise.

Wir haben uns bewusst für den anderen Weg entschieden. Wenn Sie auf der Plattform mit einem unserer Workflow-Agenten arbeiten, fühlt es sich an, als gingen Sie denselben vertrauten Weg wie immer, mit derselben gewohnten Logik – nur dass jetzt ein kundiger Begleiter diesen Weg mit Ihnen geht.

Sie verlassen den Abschlussprozess nicht, um den „Close Agent zu nutzen“. Sie führen Ihren Abschluss aus, und der Workflow-Agent ist dabei. Kein Wechsel in ein separates Modellierungstool. Sie erstellen Ihr Modell, und der Modeler Agent ist genau dort für Sie da. Natürlich können Sie vorgeben, wie ein bestimmtes Diagramm aussehen soll – oder Sie lassen den Analyst Agent ein komplettes Dashboard vorschlagen, passend zu Ihrem Kontext.

Es ist derselbe Weg, den Sie schon immer gegangen sind.

Was sich ändert, ist, wie viel Sie delegieren möchten. Sie entscheiden, wie viel Handlungsspielraum Sie einräumen – von der Überprüfung und Genehmigung jedes Schritts über die Übergabe von Routineaufgaben bis hin zur vollständigen End-to-End-Autonomie, sobald ein Agent sich dieses Vertrauen verdient hat. Sie können das jederzeit neu anpassen.

Die Kompetenz der Workflow-Agenten wächst durch das Qualitäts-Flywheel. Aber wie viel sie dürfen, bestimmen immer Sie. So fühlt sich die Arbeit mit unserer Agenten-Familie an: ein vertrauter Weg, ein fähiger Begleiter – und Sie geben so viel ab, wie Sie wollen.

 

Wie man sie erreicht: Lucanet Lume

Unsere drei Workflow-Agenten übernehmen sehr unterschiedliche Aufgaben, sind aber bewusst Mitglieder einer Familie und nicht drei getrennte Produkte. Sie teilen sich den Intelligence Core, also teilen sie auch dieselben Standards. Und Sie erreichen sie alle über eine einheitliche Schnittstelle: Lucanet Lume.

Wie wir ausführlich in einem früheren Artikel dieser Reihe behandelt haben, verwenden wir für unsere Konversationsebene nicht mehr den Begriff „Copilot". Kurz gesagt: Mit den Agenten hat sich verändert, was diese Ebene eigentlich leistet. Ein Copilot unterstützt vom Beifahrersitz aus. Lucanet Lume ist der Einstieg in ein System, das plant, schlussfolgert, deterministische Berechnungsmodule aufruft und mehrstufige Workflows plattformübergreifend orchestriert. Der Name musste zur Architektur passen.

Was Lucanet Lume für die Agentenfamilie bedeutet

Mit Lucanet Lume erreichen Sie jedes Mitglied der Familie. Sie beschreiben, was sie möchten und Lucanet Lume leitet Sie an den passenden Agenten für diese Aufgabe weiter. Es gibt der Plattform außerdem eine Stimme, um mit Ihnen zu interagieren, Sie an offene Aufgaben zu erinnern, nächste Schritte vorzuschlagen und relevante Einblicke aufzuzeigen.

Jeder Agent dieser Familie basiert auf dem Intelligence Core. Deshalb hat alles, was Sie über Lucanet Lume nutzen, dieselben Eigenschaften. Es gibt keinen abgetrennten Chat-Modus mit weniger Kontrollen. Einfache Bedienung und verlässliche Ergebnisse bekommen Sie hier an ein und derselben Stelle.

Warum der Name und warum gerade jetzt

Lume [ˈluːm], kurz für „luminous" oder „luminescent" (leuchtend bzw. lumineszierend) – eine im Dunkeln nachleuchtende Leuchtmasse, die auf das Zifferblatt einer Uhr aufgetragen wird, damit es bei wenig Licht ablesbar ist. 

Lucanet Lume übernimmt diese Metapher: Licht ins Dunkel bringen, sichtbar machen, was wirklich zählt, und es dorthin lenken, wo im Finanz- und Tax-Bereich Dinge verborgen liegen: für mehr Klarheit bei komplexen Entscheidungen.

Wir haben den Namen geändert, statt den alten zu behalten. Denn der neue Name sagt klar, was Lume ist: eine eigene Ebene, auf der die Agenten unter Ihrer Regie echte Finanz- und Steuerarbeit erledigen. Das nimmt eine Grenze weg und öffnet den Blick für das, was noch kommt. Und wie Sie dem ersten Agenten vertrauen lernen, so vertrauen Sie auch dem nächsten – denn darunter steckt dieselbe Architektur.

Das Fazit

Ein neuer Name allein schafft noch kein Vertrauen. Das entsteht nur durch Verhalten. 

Lucanet Lume ist das Eingangstor, das zu den Agentic Workflows führt. Sie werden gründlich geprüft. Sie legen offen, wie sie zu ihren Ergebnissen kommen. Wo es auf die Einhaltung von Vorschriften ankommt, rechnen determinitische Engines. Und mit der Zeit werden sie immer besser.Wir haben über das "Innenleben" ausführlich gesprochen. Denn an ihm entscheidet sich, ob eine Konversationsebene für Finance und Tax ein echtes Produkt ist – oder eben nur eine netto Demo. 

Lucanet Lume ist das Eingangstor Der Intelligence Core ist das Fundament, auf dem es steht.

Eine ständig wachsende Familie

So sieht für uns Intelligenz in Finance und Tax aus: eben kein einzelnes allwissendes System, sondern eine wachsende Familie vertrauenswürdiger Agenten, von denen jeder sich seinen Platz in Ihrem Team so verdient, wie es gute Kolleginnen und Kollegen eben tun.

Die ersten drei – der Modeler Agent, der Emission Agent und der Tagger Agent – sind ab jetzt da. Weitere folgen. Und mit der Plattform wachsen auch die Agenten mit. 

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    Elias Apel

    CEO, Lucanet

    Nach seinem Studium in Business Administration in Ingolstadt (Deutschland) und Nizza (Frankreich) mit den Schwerpunkten Internationales Management, Rechnungswesen & Controlling war Elias Apel mehr als ein Jahrzehnt in den Bereichen Mergers & Acquisitions und Corporate Finance Consulting tätig. Im Jahr 2018 übernahm er die Verantwortung für den Ausbau des internationalen Partnergeschäfts für Lucanet und 2020 für alle internationalen Go-to-Market-Aktivitäten in bestehenden sowie neuen Wachstumsmärkten.

    Elias Apel trat im Mai 2022 zunächst als CFO in den Vorstand von Lucanet ein und wechselte im Oktober 2023 in die Rolle des CEO.

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    Kevin Smith

    CTO, Lucanet

    Nach seinem Bachelor- und Masterstudium im Bereich Engineering arbeitete Kevin als Softwareentwickler bei IBM und anschließend bei Microsoft. Bei Microsoft war er als Technical Lead Software Engineer in Redmond, Washington, tätig, wo er mehrere Softwareprodukte auf den Markt brachte und für seine Arbeit sechs Software-Design-Patente erhielt. Anschließend verbrachte er 10 Jahre damit, Derivatehandelsplattformen für große Investmentbanken aufzubauen, bevor er als CTO für Fastmarkets und dann als Portfolio CTO für Hg Capital arbeitete.

    Kevin verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von erstklassigen SaaS-Plattformen von Grund auf sowie in der Umwandlung von On-Prem-Software in SaaS. Er hat umfangreiche Erfahrung in dem Aufbau und der Skalierung von leistungsstarken Engineering-Teams, die sowohl im Rahmen von Onshore- als auch Nearshore-Maßnahmen eingesetzt werden. Als CTO von Lucanet ist Kevin für die Bereiche Technologie, Engineering, Produkt und IT verantwortlich.

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