KI revolutioniert die Talentlandschaft im Finanzwesen. Das können Sie zur Stärkung Ihres Teams tun

Veröffentlicht 22. Juni 2026  | 5 Min. Lesezeit
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KI setzt neue Maßstäbe für die Kompetenzen, die Teams im Finanzwesen benötigen. Viele Führungskräfte erkennen das Potenzial der KI. Das Schwierige ist dabei der Aufbau der Fähigkeiten, die zur erfolgreichen Nutzung erforderlich sind. 

Dieser Artikel befasst sich mit den Gründen, warum die Einführung von KI oft ins Stocken gerät, in welchen Bereichen Qualifikationslücken entstehen und wie Führungskräfte im Finanzwesen ein Team aufbauen können, das mithilfe von KI tatsächlich einen Mehrwert liefert.

 

Fehlende KI-Kenntnisse sind eines der größten Hindernisse für die Transformation von Unternehmen

Eine Studie des Weltwirtschaftsforums zeigt, dass Qualifikationslücken nach wie vor das größte Hindernis für die digitale Transformation von Unternehmen darstellen. Dieselbe Studie nennt KI und Big Data als einige der bis 2030 am schnellsten wachsenden Kompetenzbereiche; voraussichtlich werden bis zum Ende des Jahrzehnts 59 von 100 Beschäftigten eine Umschulung oder Weiterbildung benötigen.¹

Finanzteams spüren diesen Druck bereits. Laut Gartner zählt der Aufbau von KI- und Digitalkompetenzen aktuell zu den größten kurzfristigen Herausforderungen für CFOs.²

Die größten kurzfristigen Herausforderungen für CFOs GARTNER

Gleichzeitig geben weniger als die Hälfte der Führungskräfte im Finanzwesen an, zuversichtlich zu sein, dass sie die Einführung von KI beschleunigen oder die benötigten Fachkräfte einstellen und halten können.³

 

Warum „aber wir nutzen doch bereits KI“ nicht ausreicht

Viele Finanzteams – wahrscheinlich auch Ihres – experimentieren bereits mit KI. Die Akzeptanz nimmt zu, doch der Reifegrad ist noch gering.

Laut einer globalen Finanzumfrage von Deloitte gaben 63 % der Befragten an, KI im Finanzwesen zu nutzen. Jedoch gaben nur 21 % an, dass diese Investitionen einen klaren, messbaren Mehrwert erzielt hätten.⁴

Ergebnisse der globalen Finanzumfrage von Deloitte DELOITTE

Die Renditen sind oft gering und viele Teams haben Schwierigkeiten, sie zu messen. Warum?

Ein häufiger Grund ist die Art und Weise, wie KI eingeführt wird. Viele Teams führen isolierte Pilotprojekte durch oder testen einzelne Tools ohne eine klare Planung für die Skalierung. 

Teams erzielen bessere Ergebnisse, wenn sie zunächst festlegen, was unter „guter“ KI im Finanzwesen zu verstehen ist, und anschließend einen schrittweisen Plan erstellen, der Datenqualität, Governance, Kompetenzen und Prozesse im Tagesgeschäft umfasst.

 

Es besteht eine zunehmende Diskrepanz zwischen den Erwartungen an KI und der Bereitschaft der Belegschaft

Laut dem PwC Global AI Jobs Barometer⁵:

  • Fähigkeiten in KI-exponierten Rollen verändern sich 66 % schneller als in anderen Berufen 
  • Beschäftigte mit KI-Kenntnissen verdienen im Durchschnitt 56 % mehr 

 

Das Einstellungsverhalten spiegelt diesen Wandel wider:

  • Rund zwei Drittel der Führungskräfte würden keine Kandidaten ohne KI-Kenntnisse einstellen 
  • Ein ähnlicher Anteil würde weniger erfahrene Kandidaten mit KI-Kenntnissen den erfahreneren Kandidaten ohne diese Kenntnisse vorziehen

 

Gleichzeitig geben laut Deloitte⁶ nur 39 % der Beschäftigten, die KI bei der Arbeit nutzen, an, von ihrem Arbeitgeber geschult worden zu sein. 

Viele Teams bauen weiterhin die benötigten Fähigkeiten auf, während die Erwartungen weiter steigen.

Eine aktuelle Studie spiegelt diese Zwickmühle wider: 36 % der Beschäftigten geben an, sich unter Druck gesetzt zu fühlen, KI zu nutzen, auch wenn sie diese nicht vollständig verstehen, und ein wachsender Anteil berichtet von Anzeichen einer KI-Müdigkeit.⁷

 

Wo fangen Sie also an? Drei praktische Schritte

KI verändert die Talentlandschaft im Finanzwesen. Was Sie jetzt tun sollten

Schritt 1: Investitionen in die Weiterbildung Ihres bestehenden Teams

Die meisten Unternehmen werden dieses Problem nicht allein durch Neueinstellungen lösen. Der externe Markt für KI-Fachkräfte ist angespannt, wobei finanzspezifisches Fachwissen noch schwerer zu finden ist.

Viele Führungskräfte konzentrieren sich stattdessen auf die Weiterbildung ihrer Beschäftigten. In der Praxis bedeutet das den Aufbau rollenbasierter KI-Kompetenz. Verschiedene Gruppen müssen verstehen, was KI ist, was sie leisten kann und was nicht, und wie sie unter Einhaltung der richtigen Kontrollmechanismen eingesetzt werden kann.

Die Tiefe variiert je nach Rolle. Die Geschäftspartner im Finanzwesen müssen erkennen, wie KI die Prognosen und die Entscheidungsfindung unterstützt. Buchhaltungsteams müssen wissen, in welchen Bereichen Automatisierung manuelle Arbeit reduziert und in welchen Bereichen weiterhin Kontrollen gelten. Steuerteams müssen verstehen, wie KI die Datenanalyse und Prozesse zur Einhaltung der Vorschriften unterstützt.

 

Schritt 2: Neugestaltung der Arbeit, nicht nur der Stellenbeschreibungen

KI ist am nützlichsten, wenn sie repetitive, wenig wertschöpfende Aufgaben übernimmt und so Zeit für Prognosen, Analysen und Entscheidungsfindung schafft.

Im Finanzwesen finden sich die Anwendungsfälle mit der größten Wirkung häufig in den Bereichen Prognosen, Risikomanagement, Rechnungslegung und Workflow-intensive Prozesse. Im Steuerbereich beginnen Teams in der Regel mit routinemäßigen Datenaufgaben, Analysen auf ERP-Systemen und gezielten Pilotprojekten in Prozessen zur Einhaltung der Vorschriften.

Der Fokus sollte darauf liegen, KI dort einzusetzen, wo sie die Arbeitsweise verändert. Das Ziel ist eine Verlagerung der menschlichen Arbeitskraft hin zu Entscheidungen und Erkenntnissen, die sich auf die Ergebnisse auswirken.

 

Schritt 3: Erweiterung Ihres Talentpools

Das zukünftige Finanzteam wird nicht ausschließlich aus den traditionellen Berufsfeldern Rechnungswesen oder Steuern stammen.

Einige Unternehmen stellen bereits Fachkräfte aus verwandten Bereichen wie Daten, Technik oder Prozessdesign ein. Andere bauen interne Pipelines durch Rotationen und funktionsübergreifende Wechsel auf.

Besonders relevant ist dies im Steuerbereich, wo der Fachkräftemangel struktureller Natur ist. Die Erweiterung des Talentpools und die Verkürzung der Zeit bis zur Produktivität durch bessere Tools und Schulungen werden wichtiger als die Suche nach „perfekten“ Kandidaten sein.

Sie müssen über die herkömmlichen Einstellungskanäle hinausblicken und neu überdenken, wie schnell Beschäftigte mit den richtigen Tools und Schulungen produktiv werden können. Ihr nächster vielversprechender Neuzugang im Finanzwesen arbeitet vielleicht bereits in Ihrem Unternehmen, allerdings in einer anderen Funktion.

 

KI im Finanzwesen funktioniert nur, wenn Sie dem Ergebnis vertrauen können

Finanzteams sind gegenüber dem Management, den Wirtschaftsprüfern und den Aufsichtsbehörden für ihre Zahlen verantwortlich. KI ändert das nicht. Deshalb benötigen Sie noch immer zuverlässige Daten, klare Kontrollen und Systeme, die auf die Workflows Ihres Teams abgestimmt sind.

Genau dabei kann Lucanet Sie wirkungsvoll unterstützen. Unsere CFO Solution Platform vereint traditionelle Finanzprozesse mit KI-Funktionen in einer einzigen Umgebung.

Sie umfasst Bereiche wie Planung, Konsolidierung, Disclosure Management und ESG Reporting mit Fokus auf die Reduzierung des manuellen Aufwands und die Bereitstellung einer klareren, einheitlicheren Datenbasis für strategische Entscheidungsfindung.

Wenn Sie erfahren möchten, wie das in der Praxis aussieht und wie KI Ihre tägliche Finanzarbeit unterstützen kann:

 

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    Lucanet ist ein internationaler Softwareanbieter für Konsolidierung, Planung und Reporting. Unsere user-freundliche CFO Solution Platform ist genau auf die Anforderungen von CFOs, Group Accountants und dem Controlling zugeschnitten und liefert nachvollziehbare und valide Zahlen. Seit mehr als 20 Jahren vertrauen 6.000 Kunden in 50 Ländern auf Lucanet.

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