Es fing in einem Studentenwohnheim in Ingolstadt in Bayern an. Zwei BWL-Studenten. Eine gemeinsame Vision: Finanzsoftware zu entwickeln, die das komplexe Denken übernimmt, damit sich Finanzteams auf das Wesentliche konzentrieren können.
Das Prinzip war simpel, und genau so war es gemeint: „Simply intelligent“. Nicht überfrachtet. Nicht für IT-Abteilungen konzipiert. Von Finance-Profis für Finance-Profis entwickelt. Was dann folgte, sind 25 Jahre, die genau diese Idee bestätigen.
Wo hat alles begonnen?
Zuerst kam das Leben dazwischen. Nach dem Studienabschluss trennten sich die Wege der beiden Gründer. Beide tauchten tief ein in die Welt der Unternehmensfinanzierung. Und beide machten die Erfahrung der gleichen Herausforderungen: endlose Spreadsheets, unzählige manuelle Abstimmungen und Berichtserstellungsprozesse, die jedes Mal Wochen dauerten. Überall dasselbe Problem. Das Schlimmste daran: Alle hielten es für völlig normal – „so läuft Finance eben".
Da beschlossen sie, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Lucanet wurde 1999 gegründet, das erste Büro war ein Schiffscontainer in München. Der Name (damals noch anders geschrieben) stammte von Luca Pacioli, dem Mathematiker aus der Renaissance, der 1494 die doppelte Buchführung erfand.
Das Ziel war klar: Eine Single-Source-of-Truth für Finanzteams zu schaffen, die mühsame manuelle Arbeit zu automatisieren und es CFOs ermöglichen, sich auf Entscheidungen zu konzentrieren statt Daten zu verwalten. Das erste Produkt, der summa businesspilot, war weltweit die erste Software, die Konsolidierung und Finanzplanung in einem einzigen Datenmodell vereinte.
Wie expandierte Lucanet in verschiedene Märkte?
Die Expansion von Lucanet folgte einer klaren Logik: dorthin gehen, wo der Bedarf am größten ist.
Erster Schritt: die Niederlande, dann China. Bis 2010 hatten sich bereits über 1.000 Unternehmen weltweit für Lucanet entschieden – gegen Spreadsheet-Chaos und veraltete Legacy-Systeme. Der Market-Fit der Software war eindeutig. Mittelständische Unternehmen mit komplexen Konzernstrukturen benötigten eine Enterprise-Grade-Konsolidierung ohne großen Implementierungsaufwand.
Zwischen 2011 und 2018 kam der große Sprung. Lucanet expandierte in die Schweiz, nach Spanien, Frankreich, Österreich, die USA, das Vereinigte Königreich und Singapur. Das Team wuchs von 50 auf 500 Personen. Die Kundenzahl überschritt die 2.000er-Marke.
Warum eine Plattform statt nur ein Produkt entwickeln?
In den ersten zwei Jahrzehnten stand Lucanet für eine Sache, die außergewöhnlich gut funktionierte: Konsolidierung und Finanzplanung in einem Datenmodell. Doch die Anforderungen an Finance wuchsen rasant – und Lucanets Produktportfolio wuchs mit.
Finance-Verantwortliche übernahmen immer mehr Aufgaben: komplexe Offenlegungspflichten, bereichsübergreifende Planung sowie verschärfte Tax-Compliance-Vorgaben. So wurde Finance zunehmend mit den operativen Bereichen verzahnt. Der Aufgabenbereich der CFOs wuchs und deren Tools mussten Schritt halten.
- 2023 übernahm Lucanet Amana und ementexx und baute damit tiefgreifende Expertise in Tax Compliance und Disclosure Management auf.
- 2024 kam Causal zu der Gruppe, eine direkte Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach integrierter operativer Planung, Budgetierung und Szenariomodellierung.
- 2025 verstärkte firesys die Disclosure-Management-Fähigkeiten zusätzlich.
Heute deckt die Plattform das umfassendste Spektrum moderner CFO-Verantwortlichkeiten ab – entwickelt für das, was Finance- und Tax-Teams wirklich brauchen.
Und nun verändert Intelligenz die Art und Weise, wie diese Arbeit erledigt wird.
In Finance und Tax gilt: 90 % Genauigkeit bedeuten faktisch 0 % Genauigkeit. Informationen müssen am ersten Tag vertrauenswürdig, am zweiten Tag rückverfolgbar und am dritten Tag vor einem Wirtschaftsprüfer vertretbar sein.
2025 begann Lucanet, KI als fundamentale Ebene direkt in die Plattform zu integrieren. Nicht als isoliertes Feature, sondern als Architektur. Der Intelligence Core trennt sauber, was KI exzellent beherrscht – Analyse, Interpretation, Texterstellung – von dem, was deterministische Logik leisten muss: Berechnungen, die zu 100 % präzise sein müssen, ausnahmslos und jederzeit.
Das ist der Maßstab, an dem sich Lucanet immer gemessen hat – und wir sind bereit.
Was bedeuten 200 Mio. € ARR tatsächlich?
Die Marke von 200 Millionen € ARR ist definitiv ein Meilenstein. Doch die Zahl, die das wirklich einordnet, lautet: Lucanet hat seinen ARR in etwas mehr als zwei Jahren annähernd verdoppelt. Diese Art von Wachstum geschieht nicht zufällig. Es zeigt einen Markt, der sich massiv in Richtung integrierter Plattformen bewegt – und ein Unternehmen, das exakt dafür 25 Jahre lang die Grundlage geschaffen hat.
Die CFO Solution Platform ist das jüngste Kapitel dieser 25-jährigen Geschichte. Eingeführt im Juni 2024, bringt die Plattform zum ersten Mal acht Kernlösungen unter einer einzelnen, einheitlichen und cloudnativen Oberfläche zusammen. Keine zwölf Monate später nutzt bereits fast ein Drittel der weltweit 6.000 Lucanet-Kunden diese Plattform.
Bestehende Kunden erweitern ihre Verwendung auf mehrere Lösungen und automatisieren Aufgaben und Workflows, die sie bis dahin mit nicht verbundenen Tools bearbeiteten. Heute entscheiden sich immer mehr neue Kunden dafür, vom ersten Tag an mit mehreren Lösungen der Plattform zu beginnen.
Die Expansion geht weiter. Japan ist der jüngste Schritt in Lucanets Asien-Pazifik-Strategie und ergänzt Singapur und China als Teil der konsequenten internationalen Wachstumsoffensive. Mehr als 900 Menschen. 14 Standorte weltweit. Eine weite Reise seit dem Schiffscontainer in München.
Simply intelligent, damals wie heute
1999 hatten zwei Studenten eine einfache Idee: eine Software zu entwickeln, die das komplexe Denken übernimmt, damit sich Finanzteams auf das Wesentliche konzentrieren können. Fünfundzwanzig Jahre später verbringen verbringen über 6.000 Finance- und Tax-Teams weltweit weniger Zeit mit manuellen Prozessen und deutlich mehr Zeit mit strategischen Entscheidungen.
Aus dieser simplen Idee wurde ein Zweck, der die Arbeitsweise von Finance-Teams in über 50 Ländern grundlegend geprägt hat. Ein Zweck, der bis heute alles antreibt, was wir entwickeln. Simply intelligent: Wie sich zeigt, war diese Idee von Anfang an die richtige.