Kennzahlen-Cockpit und Dashboard am Beispiel der Balanced Scorecard

Die Zukunft gehört den agilen und nachhaltigen Unternehmen, die zum einen kurzfristig in der Lage sind, sich schnell und zielgerichtet auf neue Anforderungen einzustellen und zum anderen die richtigen langfristigen Ziele gesteckt haben. Um dies erreichen zu können, benötigen Unternehmen aussagekräftige Kennzahlensysteme. Allerdings ist es, neben einer reinen Betrachtung der finanziellen Kennzahlen, ebenso notwendig, seine gesetzten strategischen Ziele mittels eines geeigneten Führungssystems und den entsprechenden Kennzahlen zu monitoren.

Der wohl meistbeachtete Ansatz der letzten Jahre in diesem Bereich ist die Balanced Scorecard (BSC). Neben diesem Führungssystem ist es für das Management der Unternehmen unabdingbar, im Zuge einer immer größeren Zahlenflut, die Daten kompakt und auf das Wichtigste komprimiert zu erhalten. Dies erfolgt über sogenannte Kennzahlen-Cockpits bzw. Dashboards.

Was diese charakterisiert, wie eine Balanced Scorecard aufgebaut ist und wie ein Dashboard einer Balanced Scorecard aussehen kann, soll im Folgenden erläutert werden.
 

Visualisierung von Kennzahlen

Kennziffern verdichten betriebswirtschaftliche Sachverhalte in einer einzigen Zahl. Sie geben etwa darüber Aufschluss, wie es um die Auslastung der Betriebsanlagen steht oder welche Umsätze in bestimmten Regionen oder mit bestimmten Produkten erzielt werden. Für sich allein besitzen Kennzahlen allerdings nur eine sehr begrenzte Aussagefähigkeit. In der Regel werden deshalb in Berichten nicht einzelne Kennziffern, sondern ein ganzes System von Zahlen zusammengefasst. Diese Kennzahlensysteme bilden dann ein Konstrukt aus mehreren Kennziffern, die voneinander abhängig sind und sich ergänzen.

Die Auswertung der Kennzahlensysteme geschieht häufig mit Hilfe eines Kennzahlen- Cockpits, welches somit als technische Umsetzung eines Kennzahlensystemsm definiert werden kann. Dabei werden große Mengen meist verteilter Daten in verdichteter Form als numerische Kennzahlen präsentiert und grafisch visualisiert dargestellt. Der Grad sowie die Visualisierungsform der Verdichtung sind ziel- und adressatenabhängig.

Wesentliche Bestandteile von Kennzahlen-Cockpits sind Dashboards. Der Begriff Dashboard – wörtlich übersetzt „Armaturenbrett“ – leitet sich von dem Armaturenbrett eines Automobils ab, bei welchem der Fahrer die wichtigsten Funktionen auf einen Blick überwachen kann. Sie sind zentrale Kontrollstationen, die dem Betrachter auf einen Blick die notwendigen Informationen zielgenau, umfassend, zeitnah und von jedem Ort aus bereitstellen. Deswegen finden sich in einem Dashboard häufig Visualisierungen wie Grafiken, Ampel- oder Tachometerdarstellungen sowie Applikationen für Mobilgeräte wieder. Hier jedoch gilt es wiederum zu beachten, dass nicht zu viele Kennzahlen in das Dashboard integriert werden, da dies schnell zu Unübersichtlichkeit und damit zu einer der Hauptfehlerquellen führen kann. Es ist daher unerlässlich zuerst die notwendigen Kennzahlen, welche zur Steuerung wichtig sind, zu bestimmen und diese dann in einem optisch ansprechenden Dashboard zu integrieren. Dass die Optik eine entscheidende Rolle in einem Dashboard spielt, hat unter anderem eine Studie von BeyeNETWORK ergeben. Dashboards mit übersichtlichen grafischen Elementen in leuchtenden Farben, mehreren Schattierungen und Messkurven kommen beim Benutzer besser an, als ein Mix aus grauen Balken, Diagrammen und einer Überladung an grafischen Elementen.

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Inhalte

  • Visualisierung von Kennzahlen
  • Chancen der Balanced Scorecard
  • Aufbau eines BSC-Dashboards

Seiten: 6

 

Autor

Marcus Schmid
Kennzahlen-Cockpit und Dashboard am Beispiel der Balanced Scorecard

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