Im Fokus: DRS 27

Am 16.10.2018 wurde der Deutsche Rechnungslegungsstandard Nr. 27 „Anteilmäßige Konsolidierung“ vom Bundesministerium für Justiz und für Verbraucherschutz gem. § 342 Abs. 2 HGB im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekanntgemacht. Für die Behandlung von Gemeinschaftsunternehmen und die anteilmäßige Konsolidierung gem. § 310 HGB ist derzeit noch DRS 9 „Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss“ einschlägig.

DRS 9 wird nun durch DRS 27 abgelöst und ersetzt. Hintergrund sind vor allem Änderungen der Rechtslage seit Veröffentlichung des Vorgängerstandards. Somit soll eine Harmonisierung und konsistente Anwendung mit dem in 2015 verabschiedeten DRS 23 „Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)“ sowie mit Änderungen des HGB durch das BilRUG erreicht werden. DRS 27 behandelt die Identifikation und Abgrenzung von Gemeinschaftsunternehmen. Darüber hinaus werden ebenfalls die Anwendung und Zweifelsfragen der anteilmäßigen Konsolidierung adressiert sowie Konzernanhangangaben erläutert.

Die Regelungen des DRS 27 sind erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2019 beginnen, anzuwenden. Werden dessen Empfehlung bei der Aufstellung eines Konzernabschlusses beachtet, wird die Beachtung der die Konzernrechnungslegung betreffenden Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermutet.

Inhalte

  • Abgrenzung von Gemeinschaftsunternehmen
  • Anteilmäßige Konsolidierung
    • Allgemeines
    • Besonderheiten einzelner Konsolidierungsverfahren
    • Übergangskonsolidierung
  • Ausweis und Konzernanhangangaben
  • Fazit

Autor

Jens Lehmann
Whitepaper: Im Fokus: DRS 27
Kontakt