18.05.2017 - Update zum BilRUG

Aufgrund der kontroversen Diskussion hat der Hauptfachausschuss (HFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) hinsichtlich der (Nicht-) Anpassung der Umsatzerlöse in der Vorjahresspalte des Jahresabschlusses folgendes klargestellt:[1]

Bei der erstmaligen Anwendung des HGB i. d. F. des BilRUG und der damit einhergehenden neuen Definition der Umsatzerlöse war bisher vorgesehen, dass die Umsatzerlöse im Vorjahr nicht angepasst werden. Diese Vorgehensweise kann beibehalten werden. Da die Umsatzerlöse des aktuellen Jahrs nicht mit denen des Vorjahrs vergleichbar sind, hat in diesen Fällen eine erläuternde Anhangangabe zu erfolgen (Art. 75 Abs. 2 Satz 3 EGHGB).

Alternativ ist auch eine Anpassung der Umsatzerlöse in der Vorjahresspalte zulässig. Konsequenterweise müssen dann auch die Auswirkungen auf andere Posten der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt werden, z. B. Umgliederungen von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand.

Für Sie als LucaNet-Anwender bedeutet das, dass nicht mehr zwingend zwei Statistikbücher für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung angelegt werden müssen – eines zur Konservierung der Historie und ein weiteres nur für den Vorjahresvergleich (Darstellung ohne außerordentliche Posten und mit alter Definition der Umsatzerlöse). Es genügt, wenn in einem einzigen Statistikbuch die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung vor BilRUG konserviert wird. Der Vorjahresvergleich kann auf Basis des neu strukturierten führenden Nebenbuchs für die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen.

Sollten Sie dazu weitere Fragen haben, können Sie sich gerne an Herrn Florian Zastrow, Senior Inhouse Consultant bei der LucaNet AG, wenden unter f.zastrow@lucanet.com.

 

[1] Nachzulesen in BDO AG (2017): Rechnungslegung & Prüfung 01/2017, S. 5.

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