13.01.2014 - Abschied von Prof. Dr. Karlheinz Küting

Kurz nach seinem siebzigsten Geburtstag am 2. Januar 2014 ist Prof. Dr. Karlheinz Küting am 7. Januar in Recklinghausen verstorben. Viele unserer Seminarteilnehmer kennen Küting als Bilanzrechtsexperten und drängenden Verfechter einer am Gläubigerschutzprinzip orientierten Rechnungslegung nach HGB. Zahlreiche Bücher und Kommentare, u. a. die in 13. Auflage 2012 erschienene Monographie „Der Konzernabschluss“, sowie rund 1.000 Aufsätze zeugen von der Schaffenskraft Kütings.

 

Prof. Dr. Volker Linneweber, Präsident der Universität des Saarlandes, zeigte sich über den Tod des renommierten Wissenschaftlers tief betroffen: „Professor Küting hatte über Jahrzehnte hinweg eine enorme Schaffenskraft. Für die Universität des Saarlandes war es ein Glücksfall, dass Küting im Jahr 1983 die Professur für Wirtschaftsprüfung in Saarbrücken übernommen hat und dem Saarland und seiner Universität trotz verlockender Angebote treu geblieben ist. Wir sind ihm dankbar, dass er seit 2009 das Centrum für Bilanzierung und Prüfung auf dem Saarbrücker Uni-Campus begründet und ausgestaltet hat.“ (Presse-Info Nr. 4/2014 Uni Saarland).

Karlheinz Küting hat sich nach Studium und Promotion an der Ruhr-Universität Bochum in Duisburg habilitiert. 1999 erhielt er den renommierten Dr. Kausch-Preis „zur Förderung der Forschung und Praxis auf dem Gebiete des finanziellen und betrieblichen Rechnungswesens der Unternehmungen“. Kütings Ansichten, wenngleich oft nicht unumstritten, wurden in Wissenschaft und Praxis gehört. Die Bilanzierungswelt ist nun um einen bedeutenden Vertreter anwendungsorientierter Forschung ärmer.

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