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Hoch lebe der Vortrag - praktische Tipps zur Konsolidierung


Die Konzernrechnungslegung wird in der Literatur vor allem sehr theoretisch behandelt. Praktische Tipps für die tatsächliche Vorgehensweise findet man leider selten. Dabei kann die Einhaltung einiger weniger Regeln die Arbeit wesentlich erleichtern.

 

Der Konzernabschluss unterscheidet sich vom Einzelabschluss unter anderem dadurch, dass er keinen automatischen Bilanzzusammenhang aufweist (außer beim summa • businesspilot - siehe Exkurs). Er wird jedes Jahr aufs Neue aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften abgeleitet. Dennoch muss ein Bilanzzusammenhang hergestellt werden. Dies geschieht üblicherweise durch Wiederholung der in den Vorjahren erfassten Konsolidierungsbuchungen, soweit sie sich noch auf die aktuelle Rechnungslegungsperiode auswirken. Dies sind insbesondere Buchungen aus den Bereichen Kapitalkonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung sowie latente Steuern.

 

Wird der Konzernabschluss mit Hilfe von Excel-Tabellen erstellt, ist die gesamte Konzernhistorie zu wiederholen.

 

Die richtige Überleitung aller Konzernbuchungen spiegelt sich im Konzernbilanzvortrag wider. Er muss dem Konzernbilanzgewinn des Vorjahres entsprechen. Es bietet sich daher unbedingt an, nach Einlesen der Einzelabschlüsse und Erstellung der Summenbilanz und –GuV als erstes den Konzernvortrag abzustimmen, um die zutreffende Ausgangsbasis für den neuen Konzernabschluss zu schaffen. Auf Basis der so dokumentierten Konsolidierungsschritte werden dann die Veränderungen und Anpassungen für den aktuellen Konzernabschluss vorgenommen.

 

Bei der Kapitalkonsolidierung wäre dies beispielsweise die Wiederholung der Verrechnungen der Beteiligungsansätze mit dem konsolidierungspflichtigen Kapital, die Wiederholung der bisherigen Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven und Firmenwerte sowie anschließend die Buchung der Abschreibung dieser Werte für das aktuelle Jahr.

 

Für die Zwischenergebniseliminierung wären zuerst die Bestände wieder zu den Konzernanschaffungskosten des Vorjahres zu bewerten, um dann nur noch die Veränderung zu den Werten des Geschäftsjahres zu erfassen.

Ein Beispiel:

Vortrag an Vorräte 100

Vorräte an Wareneinsatz 50

Umsatzerlöse an Vorräte 200

 

Es zeigt sich, dass die im Vorjahr ergebniswirksamen Buchungen jetzt nicht mehr gegen die GuV, sondern gegen den Vortrag zu buchen sind. Ohne die zutreffende Vortragsbuchung wären in der Konzernbilanz die Vorräte und das Eigenkapital in falscher Höhe ausgewiesen.

 

Die Abstimmung des Vortrages stellt die Vollständigkeit der Konzernbuchungen im Zeitablauf sicher. Zusätzlich sollten neben dem Vortrag auch das Jahresergebnis und der Konzernbilanzgewinn abgestimmt werden. Hierfür bietet sich ein tabellarischer Aufbau an, der ausgehend von den Ergebnissen des Summenabschlusses eine Überleitung auf die jeweiligen Konzernwerte vorsieht. Aus den einzelnen Konsolidierungsschritten können so die Auswirkungen auf das Eigenkapital und das Ergebnis überprüft werden.

Exkurs: Konzernvortrag beim summa • businesspilot

Eine spezielle Behandlung erfährt der Konzernvortrag beim summa • businesspilot: Diese Konsolidierungssoftware kennt den automatischen Bilanzzusammenhang auch für Konsolidierungsbuchungen. Der Konzernvortrag entspricht automatisch dem Konzernbilanzgewinn der Vorperiode. Somit entfallen die Wiederholung sämtlicher ergebnis- und bilanzwirksamen Konsolidierungsbuchungen sowie die zeitraubende Abstimmung des Konzernvortrags. Durch die Kennzeichnung aller Konsolidierungsbuchungen als Buchungen in den Bereichen Kapitalkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung usw. lässt sich die Zusammensetzung des Konzernbilanzgewinns bzw. des –vortrags sehr leicht analysieren – ein großer Zeitgewinn bei der Konzernabschlusserstellung wie auch bei der Prüfung des Konzernabschlusses!

 

Autor: Udo Potthast (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner bei Mönning & Partner, Hamburg)

Email: u.potthast@moenningpartner.de www.moenningpartner.de

 

 

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