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Software und Beratung für
Business Intelligence im Rechnungswesen

Cashflow - Umsetzung mit dem summa • businesspilot - DIE PRAXIS


von: Yvonne Preißler, Consultant, LucaNet AG

 

Die Cashflow-Rechnung (dt. Kapitalflussrechnung) gehört neben der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang zu den zwingenden Bestandteilen der Jahresabschlüsse nach IAS/IFRS und US-GAAP. Unternehmen, die ihren Abschluss nach IFRS aufstellen, finden im IAS 7 die Grundsätze, nach denen in der Cashflow-Rechnung über die Veränderung der liquiden Mittel zu berichten ist. Dieser Standard entspricht in den Ausfüh-rungen dem Standard SFAS 95.3 nach US-GAAP.

 

Nach HGB besteht lt. § 297 Abs. 1 nur bei börsennotierten Muttergesellschaften die Pflicht zur Aufstellung. Alle anderen Gesellschaften, die nicht am Kapitalmarkt agieren, können ein Wahlrecht ausüben. Das HGB gibt keinerlei Auskunft über Inhalte und Form der Cashflow-Rechnung. Seit der Verabschiedung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) im Jahre 1998, sind börsennotierte Unternehmen verpflichtet, eine Cashflow-Rechnung gemäß dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 2 (DRS 2) im Rahmen des Konzernjahresabschlusses aufzustellen. Auch nicht-börsennotierte Unternehmen, die freiwillig eine Cashflow-Rechnung im Rahmen ihrer Konzernrechnungslegung ausweisen, müssen dies unter Beachtung des oben genannten Rechnungslegungsstandards tun. Im DRS 2 sind die Bestandteile und Inhalte, die eine Cashflow-Rechnung enthalten muss, gesetzlich geregelt.

 

Um den Anforderungen von DRS 2 zu genügen, muss eine Cashflow-Rechnung Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeiten, Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten sowie die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten. Die Cashflow-Rechnung ist die Grundlage zur finanzwirtschaftlichen Beurteilung eines Unternehmens. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Barmitteln, Liquidität und Verschuldung sowie auf der Erwirtschaftung und Verwendung des Cashflows.

 

Im Folgenden soll die Erstellung der Cashflow-Rechnung mit Hilfe des summa • businesspilot erläutert werden.

 

Umsetzung der Cashflow-Rechnung im summa • businesspilot

 

Die Cashflow-Rechnung kann in der Software direkt oder indirekt ermittelt werden. Die direkte Ermittlung erfolgt mit Hilfe der Bewegungsbilanz im Arbeitsbereich "Bilanz". Sie können hier durch Klick auf das Symbol BB eine Bewegungsbilanz erzeugen. In der Position "Kassenbestand und Guthaben bei KI" ist nun die Veränderung der liquiden Mittel in der angegebenen Periode ersichtlich.

 

Im summa • businesspilot haben Sie außerdem die Möglichkeit einer indirekten Ermittlung des Cashflows. Diese wird im Arbeitsbereich "Cashflow" dargestellt. Vorerst muss die Struktur der Cashflow-Rechnung im Arbeitsbereicht "Konfiguration der Cashflow-Rechnung" angelegt werden. In diesem Arbeitsbereich finden Sie auf der rechten Seite einen vorgegebenen Aufbau der Cashflow-Rechnung, der den gesetzlichen Richtlinien entspricht. Gemäß Ihren Gegebenheiten im Unternehmen, können Sie die Struktur anpassen und einzelne Positionen hinzufügen bzw. löschen. Diese Anpassungen sind jederzeit, auch während der weiteren Einrichtung der Cashflow-Rechnung möglich.

 

Auf der linken Seite des Arbeitsbereiches befinden sich die Bilanz- bzw. GuV-Struktur und die dazugehörige Cashflow-Position. Über die Optionsfelder am unteren Rand kann zur Konfiguration entweder die Bilanz oder die GuV ausgewählt werden.

 

Es müssen alle Bilanz- und GuV-Positionen den entsprechenden Positionen der Cashflow-Rechnung zugeordnet werden. Noch nicht zugeordnete Positionen werden mit roter Schrift dargestellt. Zugeordnete Positionen sind schwarz (direkt zugeordnet) bzw. grau (untergeordnete Positionen, die die Zuordnung der Vaterposition annehmen).

 

Für die Bilanz-Position "Verbindlichkeiten Beteiligungen" soll eine gesonderte Cashflow-Position angelegt und diese Position zugeordnet werden. Durch rechten Mausklick auf die gewünschte Position in der Cashflow-Struktur, öffnet sich ein Dialogfenster. Wählen Sie hier den Menüpunkt "Neue Cashflow-Position", geben dort den Namen der neuen Position ein und wählen ein entsprechendes Symbol und eine Formatierung aus. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK. Die neue Position wurde in der Cashflow-Struktur angelegt. Nun können Sie dieser neu angelegten Position die Bilanz-Position zuordnen. Markieren Sie die gewünschte Bilanz-Position durch einfachen Mausklick und klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Position in der Cashflow-Struktur. Es öffnet sich ein Dialog, wählen Sie "Verbindlichkeiten Beteiligungen zuordnen".

 

Nachdem sämtliche Bilanz- und GuV-Positionen, mit Ausnahme der liquiden Mittel ("Kassenbestand und Guthaben bei KI"), zugeordnet sind, ist Ihre Cashflow-Rechnung vollständig und Sie können sich das Ergebnis im Arbeitsbereich "Cashflow" anschauen.

 

Aus einer Cashflow-Rechnung geht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Liquidität eines Unternehmens hervor, da sie deutlich weniger von unterschiedlichen Bilanzansätzen und Bewertungen verzerrt wird. Dies erhöht zudem die Vergleichbarkeit mit anderen nationalen und internationalen Wettbewerbern hinsichtlich der Fähigkeit eines Unternehmens zur Erwirtschaftung und Verwendung des Cashflows. Anhand der Cashflow-Rechnung können Analysten die Fähigkeit von Unternehmen zur Generierung von liquiden Mitteln sowie ihren Kapitalbedarf ermitteln. Sie gibt Aufschluss darüber, wie ein Unternehmen seinen Cashflow im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet und einsetzt und welche Investitions- und Finanzierungstätigkeiten im Berichtszeitraum erfolgt sind.

 

Um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Liquidität eines bestimmten Geschäftsjahres zu vermitteln, muss sichergestellt sein, dass die Cashflow-Rechnung nicht durch Periodisierungen und unterschiedliche Ansätze in der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten verzerrt wird. Der Zeitpunkt ist von zentraler Bedeutung bei der Feststellung, ob ein Unternehmen seine Liquidität durch einen Zahlungsmittelabstrom verringert oder durch einen Zahlungsmittelzustrom erhöht hat. Daher werden in jenen Fällen, in denen Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert werden, in der Kapitalflussrechnung nur die tatsächlich zwischen ihnen und dem Konzern erfolgten Zahlungsströme erfasst. In gleicher Weise werden auch bei Erwerb und Veräußerung von Beteiligungen nur die in diesem Jahr geflossenen Zahlungsströme erfasst. Zur Erhöhung der Transparenz ist das Deutsche Rechnungslegungs-Standard Committee (DRSC) bestrebt, dass alle Unternehmen, die einen Konzernabschluss vorlegen müssen, diesen um eine Cashflow-Rechnung und einen Konzerneigenkapitalspiegel ergänzen müssen.

 

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