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Änderungen im Konzernabschluss für nicht kapitalmarktorientierte Konzerne


von: Sonja Albert, Ebner, Stolz & Mönning, CoC WP-Backoffice

 

Die geplanten Änderungen der HGB-Abschlüsse für nicht kapitalmarkt-
orientierte Konzerne nach dem Regierungsentwurf des Bilanzrechtsreform-
gesetzes betreffen Unternehmen, die das Wahlrecht zur Erstellung eines IAS/IFRS-Konzernabschlusses vorerst nicht ausüben werden.

 

Die größenabhängigen Befreiungskriterien sollen bezüglich des Summenabschlusses (Konzernabschlusses) auf Bilanzsummen von 19.272 T€ (bisher: 16.060 T€) und auf kumulierte (konsolidierte) Umsatzerlöse von 38.544 T€ (bisher: 32.120 T€) angehoben werden. An der relevanten Mitarbeiterzahl wird mit 250 Arbeitnehmern festgehalten. Von der Konzernabschlusserstellungspflicht ist demnach zukünftig befreit, wer am Abschlussstichtag mindestens zwei der drei Voraussetzungen nicht überschreitet.

 

Das Konsolidierungsverbot von Tochterunternehmen, mit aus dem Rahmen der Konzerngesamtheit herausfallendem Tätigkeitsprofil, das im bisherigen § 295 HGB geregelt ist, soll entfallen.

 

Die bedeutendste Erweiterung des HGB-Konzernabschlusses liegt in der Erweiterung des Konzernabschlusses um eine Kapitalflussrechnung und einen Eigenkapitalspiegel. Daneben wird zukünftig ein Wahlrecht zur umfassenderen Segmentberichterstattung bestehen. Der Konzernlagebericht erfährt vor allem Änderungen im Wirtschafts-, Risiko- und Prognosebericht, die seinen Informationsgehalt und seine Vergleichbarkeit verbessern sollen. Der Konzernanhang wird insbesondere um Honorarangaben für den Abschlussprüfer sowie um Informationen zu Finanzinstrumenten ergänzt.

 

Die neuen Befreiungskriterien sowie die die Finanzinstrumente betreffenden Anhang- und Lageberichtsangaben sollen erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2003 beginnen, anwendbar sein. Für alle anderen Erweiterungen und Veränderungen ist eine Anwendung für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2004 beginnen, vorgesehen.

 

Der Informationsgehalt des HGB-Konzernabschlusses wird sich durch die geplanten Änderungen damit deutlich erhöhen. Hinzuweisen ist dabei auf die besondere Bedeutung der Informationen, die über die Offenlegung einem breiten Adressatenkreis zugänglich gemacht werden.

 

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