ETL-Prozess
Der ETL-Prozess im Rahmen von Business Intelligence bezeichnet die Datenübernahme aus einem oder mehreren Vorsystemen in ein zentrales Data-Warehouse und besteht aus folgenden Schritten
1. Extrahieren von Daten aus den Vorsystemen, in der Regel ERP-Systemen
2. Transformieren (= Aufbereiten bzw. Bereinigen) der extrahierten Daten
3. Laden der transformierten Daten in ein Data-Warehouse
Der ETL-Prozess unterscheidet sich signifikant zwischen Classic BI und Financial Intelligence (Business Intelligence im Rechnungswesen).
ETL bei Classic BI
Der zentrale Vorteil einer klassischen Business Intelligence-Lösung (Classic BI) ist das auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens zugeschnittene Data-Warehouse. Diesem Vorteil stehen die mit Individualität naturgemäß verbundenen höheren Einrichtungskosten gegenüber: Der Aufbau des spezifischen Datenmodells und des dazu passenden ETL-Prozesses stellt in der Regel den größten Kosten- und Zeitfaktor im Rahmen der Einführung dar und kann nur von IT-Experten durchgeführt werden.
ETL bei Financial Intelligence
Die Anforderungen an das Datenmodell für Financial Intelligence sind branchen- und länderübergreifend stets gleich und können daher standardisiert werden. Somit kann auch der dazu gehörige ETL-Prozess standardisiert, d. h. durch fertige und sofort nutzbare Standard-Software realisiert werden. Ergebnis ist eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis bei der Einführung.
