Business Intelligence
Theorie
Die klassische, ursprüngliche Definition versteht unter Business Intelligence (BI) Reporting und Analyse von historischen geschäftlichen Daten. Die in den ERP-Systemen anfallenden Unternehmensdaten werden genutzt, um unter verschiedenen Blickwinkeln die Situation des Unternehmens zu analysieren und ggf. zu bewerten.
Der Begriff Business Performance Management (BPM), auch Corporate Performance Management (CPM) genannt, beschreibt Methoden, Werkzeuge und Prozesse zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Profitabilität von Unternehmen. Neben den auf die Historie und die Gegenwart bezogenen Prozessen Analyse und Berichterstattung deckt Business Performance Management auch zukunftsbezogene Prozesse wie Planung und Prognosen ab, da ohne vorherige Planung von Zielen nicht überprüft werden, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden.
Praxis
In der Praxis werden die Begriffe Business Intelligence, Business Performance Management und Corporate Performance Management mehr oder weniger synonym verwandt und bezeichnen Systeme für
- Planung,
- Konsolidierung,
- Reporting und
- Analyse
von geschäftlichen Daten.
Aufgrund der unterschiedlichen technologischen und fachlichen Anforderungen setzt sich die optimale Business-Intelligence-Lösung aus einer standardisierten Lösung für Financial Intelligence (Business Intelligence im Rechnungswesen oder Planung, Konsolidierung, Reporting und Analyse im Finanzbereich) sowie einer unternehmensindividuellen Lösung für Classic BI (Planung, Reporting und Analyse aller übrigen geschäftlichen Bereiche) zusammen.
Technologisch gesehen besteht eine Business-Intelligence-Lösung aus den Komponenten
- ETL-Prozess (Extrahieren, Transformieren und Laden der Daten aus den Vorsystemen in ein Data-Warehouse),
- Data-Warehouse (zentrales Datenlager) sowie
- Frontend (grafische Benutzeroberfläche zur Visualisierung der im Data-Warehouse gespeicherten Daten).
